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22.02.2019, 11:17 Uhr

Dr. Lönnies: „Den Standort Coesfeld stärken“

Klinik-Umbau in Etappen bis Oktober 2020 / Pflege-Fachkräftebedarf

Wir streben an, den Erweiterungsbau zum Geburts- und Hebammenzentrum Coesfeld in mehreren Etappen bis Oktober 2020 zu realisieren“, das erklärte nun der Geschäftsführer der Christophorus-Trägergesellschaft Dr. Mark Lönnies. Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes und der CDA (CDU-Sozialausschüsse) informierte Lönnies vor über 30 Interessierten über die laufenden Umbaumaßnahmen, die zur Stärkung des Standortes Coesfeld beitragen.

Auf Einladung von CDU und CDA Coesfeld informierte Christophorus-Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies (2.v.l.) über Planungen am Standort Coesfeld und über den dringenden Pflege-Fachkräftebedarf.
Im letzten Jahr gab es 2.154 Geburten am Klinik-Standort Coesfeld – fast 400 mehr als im Jahr zuvor. Damit seien die räumlichen Kapazitäten jetzt schon mehr als erreicht. Geplant sind im neuen Gebäudeteil eine Normalstation, das Geburts- und Hebammenzentrum im 1. Obergeschoss, darüber die Frauenklinik mit drei zusätzlichen Kreißsälen und weiteren Funktionsräumen. Im 3. und 4. OG gibt es Komfort-Stationen mit insgesamt 45 Betten. CDU-Chef Valentin Merschhemke erläuterte die vom Gesetzgeber vorgesehene Zusammenführung von Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege zur neuen generalistischen Ausbildung. Es gab unter den anwesenden Mitgliedern des CDU-Kreis-Arbeitskreises Pflege auch kritische Stimmen, ob dieses Vorhaben der Politik problemlos umzusetzen sei. Bekanntlich zieht die bisherige Schule für Gesundheitsberufe in das frühere Postgebäude etwa Ende des Jahres um. Damit entsteht die Schule „carecampus“ – Pflegeakademie im Kreis Coesfeld - mit einem weiteren Standort in Dülmen.

Zuvor hatte Dr. Lönnies das Thema behandelt: „Personalmangel als Zukunftsperspektive?“ Bundesweit fehlen derzeit etwa 100.000 Arbeitnehmer im Pflegebereich. Zwar habe die Politik die verschärfte Situation erkannt und Maßnahmen eingeleitet, die jedoch mangels nicht vorhandener Lehrer und Arbeitskräfte bei weitem kaum reichen werden. Dr. Lönnies stellte eine Reihe von innovativen Aktionen der Christophorus-Trägergesellschaft vor. Sie reichen von Infos für Schüler der 11. Und 12. Klassen im Praktikantenwesen über neue „Werbeformen“ bei Schulveranstaltungen (Zirkeltraining) bis hin zum Kinderferienprogramm und zum Ausbau der Kindertagespflege für unter Dreijährige. Für den Geschäftsführer sind Mitarbeiterbindung und neue Konzepte zur Identitätsstiftung der Christophorus-Einrichtungen elementar wichtig.

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