Zur Veröffentlichung der OECD-Studie "PISA 2000" mit ihrem Vergleich verschiedener nationaler Bildungssysteme in 32 Ländern erklärt der Bundestagsabgeordnete Werner Lensing als Obmann für Weiterbildung der CDU/CSU- Bundestagsfraktion: Wieder einmal werden von SPD und Bündniss90/Die Grünen die vermeintlichen Erfolge in der Bildungspolitik durch eine internationale Studie ad absurdum geführt.
Die Verlagerung der Ausbildungsziele in den Grundschulen vom Lesen, Schreiben und Rechnen auf Spielen, Selbstverwirklichung und sogenannte "soziale Entwicklung" wurde durch die "PISA" - Studie abgestraft. Leidtragende sind die Jugendlichen, denen die kostbarste Zeit ihrer Ausbildung genommen wurde. Der Adressat dieser Hiobs-Botschaft sind die Agitatoren rot-grüner Erziehungsphantastereien. Die CDU/CSU-regierten Länder sehen hingegen einer 2002 erscheinenden Studie, die einen nationalen Vergleich unter den Bundesländern dokumentieren wird, mit Gelassenheit entgegen. So zeigte sich bei den getesteten 15jährigen Schülerinnen und Schülern, dass etwa 25 % beim Rechnen über ein in Europa übliches Grundschulniveau nicht hinausreichen. Der Anteil schwacher und schwächster Leser, welche gleichsam als Risikogruppe einzustufen sind, ist mit 23 % kaum geringer. Schlimmer noch: fast 50 % der 15jährigen Jugendlichen aus Zuwandererfamilien verfügen lediglich über elementare Lesefähigkeiten. Dabei gilt die Beherrschung der deutschen Sprache als Schlüsselkompetenz für eine soziale Eingliederung. Bereits 1999 haben 19,3 % der ausländischen Jugendlichen die Schule ohne irgendeinen Abschluss verlassen. Nur 41,4 % von ihnen erreichten einen Hauptschulabschluss. "Es muss dringend etwas geschehen", fordert Werner Lensing. "Ich kann deshalb nur hoffen, dass in dieser für Deutschland derart überlebenswichtigen Frage nicht die gleiche Art unseliger Diskussion wie bei der Rechtschreibreform geführt wird."