Zu einem agrarpolitischen Vortrags- und Diskussionsabend begrüßte am Montagabend der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzendende Werner Lensing den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr MdB, im Bürgerhaus Möllmann in Billerbeck. Themen waren die für die Bäuerinnen und Bauern des Münsterlandes existenzbedrohenden Verordnungen und Gesetze der rot-grünen Bundes- sowie Landesregierung.
"Die konventionelle Landwirtschaft soll mit allen Mitteln politischer Repression, die Rot-Grün zu bieten haben, unmöglich gemacht werden," so Ronsöhr. Er zählte allein sieben aktuelle Gesetzesnovellen auf, die die bewährte herkömmliche Landwirtschaft im Münsterland schier unmöglich machen. Als einen boshaften Schlag gegen den gesamten ländlichen Raum wertete Lensing den von den grünen Ministerinnen Höhn und Künast ideologisch geführten Feldzug gegen alles das, was nicht "den grün-alternativen Ökophantasien" entspricht. Weder Bundeskanzler Schröder noch Ministerpräsident Clement verhindern mit ihrer Richtlinienkompetenz dieses Treiben. Die Vernichtung der mittelständischen Landwirtschaft gefährdet zugleich die Kultur- und Landschaftspflege im Kreis Coesfeld. Lensing rief deswegen die gesamte Region Coesfeld und das Münsterland auf, Flagge zu zeigen und für den Erhalt des ländlichen Raumes als einem unersetzlichen Stück westfälischer Heimat einzutreten: "Schließlich lassen sich über 3200 landwirtschaftliche Betriebe, die auf 73.000 Hektar rd. 66 Prozent der Gesamtfläche des Kreises Coesfeld bewirtschaften, nicht so einfach abservieren."