Düsseldorf. Während das Landeskabinett in der Staatskanzlei tagt und Sparvorschläge ausarbeitet, erreicht die Abgeordneten des Landtages die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage des Borkener Abgeordneten Heinrich Kruse. Kruse hatte sich in seiner Anfrage nach einem Förderprogramm für Feldhamster im Raum Aachen erkundigt. Dort soll im deutsch-niederländischen Grenzraum ein Gewerbegebiet entstehen, das bis zu 12.000 Arbeitsplätze schaffen soll. Da in diesem Gebiet in den 80´er Jahren und Anfang der 90´er Jahre allerdings Feldhamster gesichtet wurden, muss nach Auffassung der Landesregierung ein Förderprogramm für die Feldhamster in dieser Region her. Deshalb haben das Land NRW und die Europäische Union ein Artenschutzprogramm in jährlich Höhe von 256.000 Euro aufgelegt, um die Feldhamster vor dem vermeintlichen Aussterben zu retten.
Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt und kostet die Steuerzahler in NRW insgesamt 1,27 Mio. Euro. Nach Abschluss der Frist soll über das weitere Vorgehen und die weitere Finanzierung beraten werden. „Während im Land NRW 800.000 Bürger arbeitslos sind und der Finanzminister so klamm ist, dass er den erst im Dezember verabschiedeten Haushalt durch Einsparungen schon wieder eindampfen muss, ist für ein solches Projekt offensichtlich Geld da. Wer in dieser Zeit für so etwas Geld verschwendet, der muss sich wohl fragen lassen, ob er am Tage auch weiße Mäuse sieht“, so Jostmeier zu der Wirtschaftsförderung nach NRW-Art.