CDU Kreisverband Coesfeld

Lensing: Stiftungsgesetz für geisteswissenschaftliche Auslandsinstitute überflüssig

Stiftungsgesetz für geisteswissenschaftliche Auslandsinstitute überflüssig die Autonomie von Wissenschaft und Verwaltung der Deutschen Historischen Auslandsinstitute ernsthaft gefährdet Anlässlich der Expertenanhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung über die Errichtung einer Stiftung "Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland" erklärt der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Werner Lensing MdB: Die Anhörung hat bestätigt: Durch den vorliegenden Gesetzentwurf wird die Autonomie von Wissenschaft und Verwaltung der Deutschen Historischen Auslandsinstitute ernsthaft gefährdet.
Im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gilt es deswegen zu vermeiden, dass die objektive Forschungsarbeit von Direktoren und Wissenschaftlern der betroffenen Institute durch eine mögliche Politisierung eingeschränkt wird. Den sieben geisteswissenschaftlichen Instituten im Ausland soll nach Willen der Bundesregierung ein gemeinsames Dach in Form einer Stiftung übergestülpt werden. Statt Verwaltungsvereinfachung und Verschlankung setzt die Bundesregierung auf zusätzliche Bürokratie, die nur teurer, aber nicht effizient ist und die ggf. zu Lasten der wissenschaftlichen Arbeit der Institute finanziert werden muss. Obwohl über 40 Professorinnen und Professoren historischer Fakultäten in einem Aufruf vor unvertretbaren Kosten und erschwerter Administration warnten, soll der Gesetzentwurf nach Auffassung der Regierung umgesetzt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen durch die Gründung einer übergreifenden Stiftung kaum Vorteile für die Arbeit der Institute im Ausland.