Einer ausgesprochen weiten Fragestellung stellte sich der JU Kreisvorstand auf seiner vergangenen offenen Vorstandssitzung in Ascheberg: "Wie kann man die Welt verbessern?". Was sich auf den ersten Blick nach "hoffnungslosen Idealismus" oder "Realitätsferne" anhört, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jedoch als ein ernstzunehmendes Projekt für die gemeinsame Zukunft der Menschheit.
Denn die Lokale Agenda 21, über die Jörn Schaube, JU-Kreisvorsitzender aus Steinfurt, als Beispiel für die Möglichkeit eines jeden, etwas für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Welt zu tun, referierte, hat sich genau dieser Frage angenommen. "Die lokale Agenda 21 ging aus der Konferenz von Rio im Jahre 1992 hervor und wurde von allen Staaten der Welt unterzeichnet", so Jörn Schaube. Sie habe es sich zum Ziel gesetzt, auf lange Sicht dafür zu sorgen, dass die Bedürfnisse aller Menschen gedeckt werden, aber die Bedürfnisbefriedigung so schonend vorgenommen werde, dass auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse stillen können. "Um dieses ehrgeizige Ziel zu entwickeln, hat die Agenda 21 einen neuen, lokalen Ansatz entwickelt", so Schaube. Frei nach dem Motto: "Global denken, lokal handeln" sei jede Stadt dazu aufgerufen, eine lokale Agenda 21 durchzuführen. So z.B. soll vor Ort versucht werden, die eigene Stadt lebenswerter zu gestalten, Ressourcen zu schonen und Umweltverschmutzung zu vermeiden. Dabei setze die Lokale Agenda ganz auf die Mitwirkung der Bürger in den Kommunen. Jeder interessierte Bürger habe die Möglichkeit in den Arbeitskreisen - in denen oft auch die Vertreter der Politik, der Wirtschaft, der Vereine, Verbände und lokaler Hilfsorganisationen vertreten seien - zu engagieren. In den Ausschüssen selber würden Entscheidungen nur dann gefällt, wenn Einvernehmen bestünde, um zu gewährleisten, dass alle Vorhaben auch dem allgemeinen Willen der Bürger entsprechen. "Die Lokale Agenda 21, welche bereits in zahlreichen Städten und Gemeinden der Bundesrepublik umgesetzt wird, ist ein sinnvolles und weitsichtiges Projekt, um eine nachhaltige und solidarische Entwicklung der Welt zu fördern", so Schaube abschließend. weitere Infos: www.ju-coesfeld.de