CDU Kreisverband Coesfeld

Lensing: Einigkeit beim weltweiten Klonverbot

Nach der Einigung von Sozialdemokraten, Bündnisgrünen und Union zeichnet sich erfreulicherweise eine große Bundestags-Koalition für ein weltweites und totales Klonverbot ab. Sprecher der drei Fraktionen legten am Freitag in Berlin einen gemeinsamen Antrag vor, der die Bundesregierung auffordert, aktiv auf ein umfassendes Verbot des reproduktiven und des therapeutischen Klonens im Rahmen der UNO hinzuarbeiten. Der Deutsche Bundestag wird über diesen Antrag vermutlich Mitte Februar abstimmen.
Hintergrund dieses Vorhabens ist der im November bei den UN vorerst gescheiterte Versuch eines internationalen Klonverbots. Dabei hatten sich die Verhandlungspartner in New York nicht auf die Reichweite des Verbots einigen können. Werner Lensing, Unionssprecher der in der vergangenen Wahlperiode tagenden Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", hat dieses Verhalten in einem Schreiben an den deutschen UN-Botschafter Dr. Gunter Pleuger heftig kritisiert. Die seit Monaten laufende Debatte um eine UN-Konvention gegen das Klonen hatte durch die Berichte über angebliche Klonbabys noch an Tempo und Schärfe gewonnen. "Aber gerade die moralische Dimension menschlicher Existenz, so Werner Lensing, ist unaufgebbar. Sie ist Teil des allgemeingültigen Natürlichen Rechts. Nur durch eine schnelle Entscheidung der UN kann endgültig verhindert werden, dass obskure Sekten und gewissenlose Mediziner aus ihren Ankündigungen Taten werden lassen. Außerdem würde die uneingeschränkte Verfügbarkeit menschlichen Lebens auf Dauer auch Konsequenzen für den weiteren Lebensschutz haben. So z. B. am Ende des Lebens, bei Behinderungen und bei schweren Krankheiten. Dabei muss sich unsere Gesellschaft besonders daran messen lassen, wie sie mit menschlichen Leben in seinen schwächsten Phasen umgeht."