CDU Kreisverband Coesfeld

Lensing: Kein Platz für Gott im vereinten Europa?

Zu dem Vorhaben des Präsidenten des EU-Konventes, Valery Giscard d´Estaing, jeglichen Bezug zu Gott aus der künftigen EU-Verfassung herauszulassen, äußert sich der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Coesfeld/Steinfurt II Werner Lensing: "Als Moderator des ökumenischen Gebetsfrühstückskreises im Deutschen Bundestag bin ich von dem Vorschlag Giscard d´Estaings zutiefst enttäuscht", so Werner Lensing.
Gebetsfrühstückskreise wie der in Berlin gibt es mittlerweile schon in über 100 Parlamenten (!) der Welt. Sie werden von den Abgeordneten als Orte persönlicher Begegnung und Besinnung besonders geschätzt. Aufgrund dieser weltweiten Erfahrungen sollte der Konvent in der EU-Verfassung nicht nur die Regelung für Organe und Zuständigkeiten sehen. Er hat vielmehr jetzt die historische Chance, der europäischen Idee einen tiefgreifenderen Sinn zu geben und die Menschen nicht vorrangig als Marktteilnehmer oder Humankapital zu begreifen. Besser wäre eine "Union der Werte". Dazu gehört auch die religiöse Dimension. Gott muss in der Zukunftsordnung der EU vorkommen. Die Religion, die Transzendenz, das Wertefundament des Christentums sind Teile der kulturellen Identität Europas - ob Kirchgänger oder nicht. Die europäische Verfassung darf diese Wurzeln nicht unterschlagen. Werner Lensing: "Katholiken, Protestanten, Juden, Orthodoxe und Muslime glauben an Gott in dem großen Europa. Die Verfassungsformel muss deshalb konfessionell neutral sein und darf Nichtgläubige nicht ausgrenzen. Doch die eigentliche Diskriminierung wäre es, den Atheismus zum Maßstab der Verfassung zu machen."