In einem Antrag an den CDU-Kreisparteitag fordert die Junge Union des Kreises Coesfeld „Augenmaß“ bei den Kürzungen bei der ehrenamtlichen Jugendarbeit. Die "schwerste Finanzkrise seit Gründung der Bundesrepublik“, welche durch „die kommunalfeindliche Politik der rot-grünen Bundes- und Landesregierung“ verursacht worden sei, mache allerdings Kürzungen unausweichlich, heißt es in dem Antrag. Es werde deutlich, dass „sich der Staat offensichtlich übernommen hat“ und eine jede Stadt und Gemeinde müsse überprüfen, welche der bisher geleisteten Aufgaben wirklich notwendig sind und ob nicht durch Privatisierung in bestimmten Bereichen „Kosten ausgelagert“ werden können. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob jeder Bürger ein „Recht auf Freibad“ hat“, umreißt Martin Groß-Langenhoff (Coesfeld), Kreisvorsitzender der Jungen Union, die Marschrichtung einer solchen Diskussion.
„Viele Städte und Gemeinden sind nicht mehr in der Lage zwischen der Kür und der Pflicht zu unterscheiden“. Wünschenswerte Zusatzaufgaben wie die Einrichtung eines Hallenbades oder die Unterhaltung einer Musikschule dürften nicht zu Lasten der Pflichtaufgaben, wie die Investitionen in die Schulen, die Jugendarbeit und die Straßen oder zu Lasten einer Verschuldung gehen, so der 20-jährige. Daher seien die Kürzungen im ehrenamtliche Bereich mit Augenmaß vorzunehmen, meint Henrik Bröckelmann (Nottuln), der Leiter des Arbeitskreises Kommunalpolitik der Jungen Union NRW. „Ehrenamtlich Tätige, die einen großen Teil ihrer Freizeit für den Dienst an der Gesellschaft aufopfern, dürfen nicht auch noch für die Versäumnisse rot-grüner Politik in Sachen Gemeindefinanzen in Haftung genommen werden.“ Daher sei eine grundlegende Reform der Gemeindefinanzen unvermeidlich. „Das Konnexitätsprinzip (Wer bestellt, bezahlt!) muss endlich in Grundgesetz und Landesverfassung!“, so das Nottulner Ratsmitglied Henrik Bröckelmann abschließend. Weitere Infos finden sich aber auch im Internet unter: www.ju-coesfeld.de