Kreis Coesfeld. Angesichts der Veröffentlichung des Krankenhausinvestitionsprogramms für das Land Nordrhein-Westfalen durch die Landesregierung, mahnt der Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier (CDU), sich nicht das Zahlenwerk blenden zu lassen. Der Abgeordnete verweist dabei auf Berechnungen der Krankenhausgesellschaft NRW, wonach das zur Verfügung gestellte Investitionsvolumen für lediglich für 16 Prozent der angemeldeten Maßnahmen ausreiche.
Ein Vergleich der Fördermittel der Länder pro Bett und Platz im Zeitraum von 1991-2002 zeige, dass NRW hinter dem vormals SPD-regierten Niedersachsen den letzten Platz belege. Bayern wende doppelt sie viel Geld für ein Krankenhausbett auf. Auf den Regierungsbezirk Münster entfallen nach Auskunft von Werner Jostmeier 34,803 Mio. €. Die Krankenhäuser im Kreis Coesfeld gingen allerdings bei den Einzelzuweisungen leer aus. „Die wirtschaftliche Situation ist für alle Bundesländer gleichermaßen angespannt. Dass andere Länder jedoch besser für ihre Krankenhäuser sorgen, ist ein Indiz dafür, dass man dort die Zeichen der Zeit erkannt hat. Krankenhäuser werden durch den Kostendruck im Gesundheitswesen zukünftig einem noch stärkeren Wettbewerb ausgesetzt sein. Wer sie jetzt nicht zukunftsfähig macht und Gelder für dringend notwendige Investitionen verweigert, der nimmt in Kauf, dass unsere Krankenhäuser in NRW an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und auch an Qualität einbüßen. Schon heute leben viele Krankenhäuser von der Substanz“, so Werner Jostmeier in seiner Bewertung.