Kreisgebiet. Mit einer Mischung von Ungläubigkeit und Entsetzten reagiert der Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier auf den Vorschlag des katholischen Sozialethikers und Professors Joachim Wiemeyer im Fernsehmagazin Report Mainz*, zukünftig die medizinische Vorsorgung für Menschen ab 75 Jahre einzuschränken.
„Es will mir nicht in den Sinn, wie ein Katholik und Berater der Katholischen Bischofskonferenz zu solchen Aussagen kommen kann. Das menschliche Leben darf keinen Nützlichkeitserwägungen unterworfen werden. Menschen ab 75 Jahre sind nicht weniger wert, als die Menschen mit 30 Jahren“, so Werner Jostmeier. Der Abgeordnete sieht in dem vorgeschlagenen Weg keinen wirkungsvollen Weg zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, sondern eine Missachtung der Würde des Menschen. Hinzu komme, dass eine solche Regelung keine Rücksicht auf die individuelle Situation der Betroffenen nehme und die Ärzte vor die schwierige Aufgabe der Selektion stelle. „Wir brauchen mehr Solidarität im Gesundheitswesen, die Thesen von Prof. Wiemeyer verdienen es nicht, weiter diskutiert zu werden“, so der Abgeordnete abschließend.
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