Dülmen (cm). "Ich rechne mir gute Chancen aus", sagte Werner Jostmeier und ergänzte: "Wenn es nicht klappt, ist es auch kein Beinbruch. Der CDU-Landtagsabgeordnete und stelllvertretende Bezirksvorsitzende wurde am Freitag vom CDU-Kreisverband Coesfeld, dessen Vorsitzender er ist, als Kandidat des Münsterlandes für die Wahl zum Europäischen Parlament vorgeschlagen. Jostmeier ist damit einziger Kandidat aus dem Kreis Coesfeld. Ob er als Vertreter des Wahlbezirks Münsterland nominiert wird und sich damit gegen weitere Bewerber aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Warendorf, Steinfurt und der Stadt Münster um eine Kandidatur durchsetzen kann, entscheidet sich jedoch erst im Oktober auf dem Bezirksparteitag.
Jostmeier kann auf berufliche und politische Erfahrung verweisen, die ihn für die Arbeit im Europäischen Parlament qualifizieren: So war er etwa von 1987 bis 1990 Nato-Referent im Bundespostministerium. Anschließend leitete er bei der Deutschen Telekom den Fachbereich Personal, wo er unter anderem die Abteilung "Personal für internationale Aufgaben" aufbaute. Seit 1995 ist er Mitglied des Landtages, wo er im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt tätig war und seit acht Jahren im Europaausschuss mitarbeitet. Die Bedeutung des Europäischen Parlaments setzt Jostmeier sehr hoch an. "75 bis 80 Prozent der Entscheidungen zu Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz fallen im Europäischen Parlament", sagte er im Gespräche mit der DZ. Zudem werde die Arbeit in er Europäischen Union nach der Osterweiterung "eine andere Dimension haben als bisher". Er habe sich zu der Kandidatur nach gründlicher Überlegung entschlossen, gestand der Politiker. Sollte er sich nicht gegen die Kandidaten aus der eigenen Partei auf dem Bezirksparteitag durchsetzen, werde er seine Arbeit im Landtag vorsetzen. "Die macht nach wie vor Spaß", versicherte er. Dülmener Zeitung - 29. 06. 2003