CDU Kreisverband Coesfeld

Landtag debattierte „Jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen“

Empfang beim Landtagspräsidenten. Finanzmittel für Dülmener Lehrerprojekt Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Landtag hat in seine letzten Plenarrunde Anfang Juli auch die gemeinsame Entschließung aller Parteien „Jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen – Mehr Wissen voneinander schafft mehr Vertrauen“ einstimmig im Beisein des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, angenommen. Neben Spiegel nahmen auf Vermittlung des Abgeordneten Werner Jostmeier (CDU) als weitere Vertreter der jüdischen Landesverbände Westfalen und Rheinland, Hannah Sperling, Ebi Lehrer, Esra Cohen und Herbert Rubinstein an der Sitzung des Landtages teil. Beim anschließenden Empfang durch den Präsidenten des Landtages, Ulrich Schmidt, wurde neben den Vertretern der jüdischen Organisationen und den Spitzen der vier Fraktionen auch der Lehrer Theo Schwedmann (Dülmen) begrüßt.
Ulrich Schmidt würdigte ihn als einen Vertreter der Praxis, der durch seine Aktivitäten z.B. im Rahmen des Lehrerprojektes „Erziehung nach Auschwitz“ in Israel für eine tiefergehende Verständigung mit dem Judentum und eine Intensivierung der Kontakte zu Israel verantwortlich sei. Paul Spiegel drückte in seiner kurzen Ansprache seine Freude und Zufriedenheit über die Parlamentsentscheidung aus und äußerte die Hoffnung, dass andere deutsche Länderparlamente dem guten nordrhein-westfälischen Beispiel folgen mögen. Am Rande des Treffens wurde auch die drohende Streichung der Finanzmittel für das Lehrerprojekt thematisiert. Jetzt aber hat die Staatskanzlei die Mittel für die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der israelischen Gedenk- und Bildungsstätte Yad Vashem zur Verfügung gestellt. Theo Schwedmann und Werner Jostmeier zeigten sich sehr zufrieden darüber, dass damit die politischen Erklärungen auch in der praktischen Arbeit vor Ort umgesetzt werden können.