Kreis Coesfeld. Scharf kritisiert der Dülmener Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier die Forderung der SPD, eine Ausbildungsplatzabgabe einzuführen. „Die SPD wählt den falschen Ansatz, wenn sie meint, durch dirigistische Eingriffe in die Wirtschaft aus der derzeitigen Lehrstellenmisere herauszukommen. Die großen Unternehmen werden sich - wie bei der staatlich diktierten Behindertenquote – freikaufen. Und für die kleinen mittelständischen Unternehmen, die die Wirtschaft im Kreis Coesfeld prägen, ist es eine zusätzliche Strafsteuer, die die Betriebe weiter stranguliert. Im Ergebnis wird kein neuer Ausbildungsplatz geschaffen. Die SPD sollte ihre Energie lieber auf eine durchgreifende zusammenhängende Änderung des Wirtschafts- und Sozialsystems konzentrieren und keinen weiteren Nebenkriegsschauplatz eröffnen.
Angriffe an die Adresse der Wirtschaft helfen nicht weiter. Es sind Bundes- und Landesregierung, die die Rahmenbedingungen setzten. Die Wirtschaft kommt schon aus eigenem Interesse ihrer Verantwortung nach. Der Kanzler und die Mehrheit der SPD-Fraktion hingegen, die sich durchgesetzt hat, hingegen hinken der Realität hinterher und sind alten überholten Modellen verhaftet, die Meinung vertreten, der Staat könne die Wirtschaft lenken. Wir brauchen in Deutschland keine weitere Bürokratie, die die Kosten in die Höhe treibt. Wir brauchen keine neue Mammutbehörde, die die Abgabe eintreibt und in einem weiteren bürokratischen Verfahren anschließend wieder verteilt. Es müssen Arbeitsplätze bei uns gesichert und nicht durch unsinnige Regelungen ins Ausland getrieben werden. Wer mehr Lehrstellen schaffen will, muss Bürokratie abbauen !“