Zur Ankündigung der Frauen Union, am Frauenquorum festhalten zu wollen, erklärt die stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union, Barbara Maas (Nottuln): „Die Junge Union des Kreises Coesfeld spricht sich weiterhin gegen das Frauenquorum aus. Insbesondere junge Frauen innerhalb der CDU fühlen sich durch das Frauenquorum bevormundet und wollen nicht als Quotenfrau, sondern aufgrund ihrer Leistung und Qualifikation gewählt werden“. Auch Maike Butz (Dülmen) Beisitzerin im JU-Kreisvorstand unterstützt diese Haltung: „Wir wollen Qualität statt Quote“. Das Frauenquorum schränke die Wahlfreiheit immens ein.
Es sei gar nicht auszudenken, wenn neben dem Frauenquorum auch noch eine Jugendquote, eine Seniorenquote oder andere Quotierungen eingeführt würden. „Dann könnten wir uns das wählen gleich sparen.“, so die 15-jährige JU’lerin. „Die Vorstellung, dass Frauen in der Politik besonders geschützt werden müssen, ist überholt“, meint die Beisitzerin im JU-Kreisvorstand, Kathrin Kiffer (Ascheberg). Gerade junge Frauen seien selbstbewusst und qualifiziert genug, um aus eigener Kraft gewählt zu werden. Ziel dürfe es nicht sein, Quoten einzuführen, sondern junge Frauen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und diese gezielt in die Politik einzuarbeiten. Dieser Weg sei vom JU-Kreisverband Coesfeld vorbildlich beschritten worden. Exakt 50% aller Funktionsträger des JU-Kreisverbandes sind weiblich. „Und das auch ohne Quote“, so Kathrin Kiffer abschließend. Die in der Parteisatzung festgeschriebene „Frauenquote“ schreibt vor, dass mindestens ein Drittel aller Vorstandsposten innerhalb der CDU mit Frauen besetzt werden sollen. Wird diese Quote bei einem Vorstandswahlgang nicht erreicht, so muss ein zweiter Wahlgang durchgeführt werden.