Kreis Coesfeld. „Das Ansehen des Kanzlers sinkt jetzt auch in der SPD. Der Kanzler spürt dies und lässt sich daher zu bislang ungewohnten Äußerungen hinreißen. Dieser SPD-Parteitag hat kein Signal des Aufbruchs gesetzt, sondern ist symptomatisch für die Situation der SPD: Personell umstritten, programmatisch von gestern, an der Lebenswirklichkeit vorbei!“, so kommentierte der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU, Werner Jostmeier, den am Mittwoch beendeten Parteitag der SPD in Bochum. „Wenn von Bochum ein wirkungsvoller Impuls für die Europawahl und die Kommunalwahl im nächsten Jahr ausgehen sollte, so hat die Regie der SPD versagt. Im Gedächtnis bleiben nur hunderte von Demonstranten, die auf die völlig verfehlten, willkürlichen und konzeptionslosen Kürzungen im NRW-Landeshaushalt aufmerksam machen.
Auch wenn der Kanzler sagt, er bewahre den Sozialstaat, so ist er selbst nach Ansicht der SPD-Anhänger der eifrigste Abbruchunternehmer. So halten mittlerweile selbst 60% der SPD-Anhänger nach einer Forsa-Umfrage die Politik des Kanzlers für sozial nicht ausgewogen. Auch im Bereich der Wirtschaft tritt Deutschland auf der Stelle. So sind sich die Experten einig, dass die Binnennachfrage zu schwach ist. Die Verantwortung dafür liegt in Berlin, unter maßgeblicher Beteiligung der SPD in Düsseldorf. Wir sind in Deutschland in allen relevanten Bereich zurückgefallen. Wirkliche Antworten, wie Deutschland aus diesem Tal herauskommt, hat der SPD-Parteitag nicht gebracht. Hervorgekramt wurden lediglich solch zweifelhafte Rezepte wie die Lehrstellenabgabe und die Erhöhung der Erbschaftssteuer. Damit aber kommen wir nicht weiter!“