Kreis Coesfeld. „Die Bürger müssen genau hinschauen, wenn das Innenministerium jetzt erklärt, dass die Kommunen im Land erheblich mehr Geld bekommen, als noch vor kurzem geplant“, so die Warnung Werner Jostmeiers anlässlich eines Gesprächs mit dem Coesfelder Bürgermeister Heinz Öhmann über die neuen Gemeindefinanzzahlen aus dem Düsseldorfer Innenministerium. So war die Verwunderungen bei den Politikern zunächst groß, als sie die Zahlen der sogenannten 2. Proberechnung sahen.
Schließlich sollen alle Kommunen im Kreis Coesfeld erheblich mehr Geld bekommen als noch Anfang des Monats verkündet. Allerdings, so rechnet Jostmeier vor, handelt es sich hier um einen Berechnungstrick der Landesregierung. Diese nämlich stelle den Kommen den nach der Mai-Steuerschätzung bereits gestundeten Beitrag von 484 Mio. Euro ebenso wie 206 Mio. Euro nach der November-Steuerschätzung auch 2004 nicht in Rechnung. „Aber, „so Jostmeier“, nirgends steht geschrieben, dass das Land auf dieses Geld verzichte. Nach entsprechender Verrechnung mit den etwas günstigeren Abführungen der Kommunen an den Länderfinanzausgleich bleibe somit noch immer ein Betrag von 620 Mio. Euro, den sich das Land zurückholen wird. Dahinter steht der Gedanke, im Kommunalwahljahr 2004 gut dazustehen und im Landtagswahljahr 2005 die fälligen Mittel einzubehalten. Dann nämlich, so die Überlegung von Rot-Grün entlädt, sich der Zorn gegen die CDU und die eigenen Wahlchancen steigen. Ich bin mir aber sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger sich nicht von solch billigen Taschenspielertricks blenden lassen. Unsolide bleibt unsolide. In der Demokratie wird man dafür abgewählt!“.