Kreis Coesfeld. „Bei A&QUA ist es gelungen in optimaler Weise wirtschaftliche und soziale Kompetenz miteinander zu verbinden, um benachteiligten Menschen zu helfen. Die Bündelung gesellschaftlicher Kräfte, wie hier durch Initiative der CAJ, dem Bistum Münster und der kommunalen Familie, haben positive Auswirkungen für die betroffenen Menschen und deren Familien und unsere Gesellschaft,“ fasste Konrad Püning (Lüdinghausen), Vorsitzender der CDU- Kreistagsfraktion die durchweg positiven Eindrücke der Christdemokraten bei einem Besuch der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit und der Qualifizierung (A&QUA) in Nottuln zusammen. A&QUA Geschäftsführer Ulrich Beike stellte die Entwicklung des Unternehmens dar.
Grundstein war 1986 das von der CAJ für arbeitslose Jugendliche initiierte Arbeitslosenprojekt „Nottulner Hilfsdienste“ (Nohidi). Auf die steigende Zahl auch älterer Arbeitsloser und Menschen mit Vermittlungshemmnissen, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern reagierten CAJ und Nohidi im Jahr 1998 mit der Gründung von A&QUA. „Ziel ist es, Langzeitarbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, indem wir ihre Integrationschancen erhöhen. Dazu beobachten wir den ersten Arbeitsmarkt, prüfen die betrieblichen Anforderungen und versuchen das vorhandene Potential der A&QUA Mitarbeiter darauf abzustimmen.“ so der Geschäftsführer. Von der breiten Angebotspalette des Unternehmens waren die Christdemokraten sehr beeindruckt. So werden in der Schreinerei unter Anleitung eines Handwerksmeisters Möbel angefertigt und restauriert sowie Spielmaterial für Kinder erstellt. Als Ausbildungsbetrieb übernimmt das Unternehmen hier auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die notwendige Unterstützung erhält A&QUA sowohl vom Bistum Münster als auch vom Kreis Coesfeld. Als Träger der Sozialhilfe führt der Kreis seit Jahren das Projekt „Hilfe zur Arbeit“ durch. So erhalten hier langzeitarbeitslose Sozialhilfeempfänger die Möglichkeit sich „selber zu helfen“ und für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Durch soziale Trainingsprogramme werden demotivierte Jugendliche und jugendliche Straftäter aufgefangen. Welche die Auswirkungen auf den Haushaltsetat des Kreises die Reformen des Bundes wie z.B. die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe und die Kürzungen der Landesmittel für soziale und Dienstleistungsangebote (z.B. Aids-, Sucht-, Drogen-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung) wird die CDU-Kreistagsfraktion bei ihren Haushaltsberatungen thematisieren.