Zum Beitrag „Land stockt Sport-Pauschale für Kommunen auf“, in den Westfälischen Nachrichten, Kreisseite Coesfeld, vom17./18. Januar erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier „45 Mio. Euro für den Sport. Eigentlich eine gute Nachricht. Wenn jedoch von der SPD verschwiegen wird, dass Rot/Grün eigentlich die Sport-Pauschale komplett zur Streichung vorgesehen war, stellt sich die Frage nach Wahrheit und Klarheit. Und diese Frage beschäftigt die Bürger zur Zeit in Bezug auf die Politik am stärksten. Sicherlich ist es für die Sportvereine erfreulich, dass die Landesregierung wenigstens in einem Bereich von der sonst üblichen Sparorgie teilweise Abstand nimmt.
Der Protest vieler Beteiligter nach der kompletten Streichung der Übungsleiterpauschale hat im Bereich der Sport-Pauschale zu einem Umdenken geführt. Daran sieht man, dass vielfältiger Druck bei den Regierenden doch noch etwas erreichen kann. Allerdings hat die Sache eine Haken: So werden die 45 Mio. Euro aus den allgemeinen Zuwendungen für die Kommunen entnommen. Das heißt, dass die an die Kommunen zur Finanzierung eigener Belange auszuschüttenden Mittel nunmehr in den nächsten beiden Haushaltsjahren um 90 Mio. Euro geschmälert werden. Dieses Geld fehlt an anderen Stellen des kommunalen Haushaltes. Laut Artikel 18 Abs. 3 ist Sport durch Land und Gemeinden zu pflegen und zu fördern. Tatsächlich zieht sich das Land aus aber der allgemeinen Sportförderung zurück. Im Übrigen findet sich bislang keine Normierung, wie die Ansparung der Sportpauschale funktionieren soll. Es bleibt daher offen, wie größere Bau- oder Renovierungsvorhaben bzw. Neuanschaffungen finanziert werden soll.“