CDU-Arbeitskreis Zukunft der Pflege in Havixbeck im Marienstift Havixbeck. Über die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für die Qualität der Pflegeversorgung diskutierten im Marienstift in Havixbeck der CDU- Arbeitskreis Zukunft der Pflege mit Bürgermeister Klaus Gottschling den Kreistagsabgeordneten Winfried Specker, Heinz Terwort und Cornel Tietmeyer vom CDU- Kreisvorstand aus Havixbeck mit dem Team der Heimleitung Ulrich Hoffmann und Matthias Frieds. Diese stellten das Haus und seine Konzeption vor und informierten über die Pflegesituation. " Zu uns kommen die Menschen dann, wenn eine angemessene Pflege in der vertrauten häuslichen Umgebung nicht mehr möglich ist. Der Wandel vom Altenwohnheim mit dem Schwerpunkt von Angeboten zur Aktivierung ist längst der Konzeption eines reinen Pflegeheimes gewichen. Im Durchschnitt sind die Menschen 86 Jahre alt, wenn sie ins Pflegeheim kommen, ca. 50% sind demenziell erkrankt."
Die Belastung des Pflegefachpersonals hat stetig zugenommen. Demenzerkrankte Menschen haben einen hohen Betreuungsbedarf, erhalten aber keine entsprechenden Leistungen aus der Pflegeversicherung. Anni Willms wies darauf hin, dass die CDU- Landtagsfraktion dies Problem erkannt habe und mit ihrem Antrag zur " Verbesserung der Situation Demenzerkrankter" im Februar dieses Jahres einen wichtigen Beitrag geleistet habe. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Angebote sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich schon heute auf die Mithilfe in der Bevölkerung angewiesen sind, um die Qualität der Pflege zu sichern. Über 90% der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause gepflegt. Für Bürgermeister Klaus Gottschling sind die Auswirkungen des demographischen Wandels auch in Havixbeck spürbar "Auf der einen Seite werden weniger Kinder geboren, die Menschen werden erfreulicherweise immer älter, aber durch die Massenarbeitslosigkeit brechen bei steigenden Pflegekosten die Einnahmen in die Versicherungssysteme weg! Wenn die Qualität der Pflege erhalten und bezahlbar bleiben soll, muss der ambulante Bereich gestärkt, Pflegearbeit mehr anerkannt und das Ehrenamt besser gefördert werden Hier sind kreative Ideen gefragt." Ebenso wie Bürgermeister Klaus Gottschling und die anwesenden Kommunalpolitiker aus Havixbeck, beurteilte Ulrich Hoffmann das ehrenamtliche Engagement der Havixbecker Bevölkerung "Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wären viele Angebote im ambulanten und stationären Pflegebereich nicht möglich! "Pflegearbeit ist Familienarbeit und diese muss stärkere Anerkennung und Unterstützung erfahren, wenn die Qualität der Pflege erhalten bleiben soll." fasste Anni Willms Sprecherin des Arbeitskreises zusammen.