CDU Kreisverband Coesfeld

CDU schickt Mannschaftstyp ins Rennen

Von Detlef Scherle, Allgemeine Zeitung

Dülmen. Lange Schlangen vor den im Foyer des St. Barbara-Hauses ausliegenden Anwesenheitslisten boten am Freitagabend schon einen Vorgeschmack. Im Saal herrschte drangvolle Enge, so dass Kreisvorsitzender Werner Jostmeier noch Stühle orderte damit die Olfener uns nicht wieder sagen können, wir hätten in ihre Stadthalle kommen sollen. Genau 211 CDU-Mitglieder wollten ihren Landrats-Bewerber mitwählen. Ich finde das großartig, freute sich Kandidat Konrad Püning zu Beginn. Ich bin überwältigt, lautete sein Kommentar zwei Stunden später.

Da hatte Jostmeier gerade das Wahlergebnis verlesen, das ihm mit 198-Ja-Stimmen die Landrats-Kandidatur sicherte (wir berichteten). Nur elf Mitglieder hatten mit nein votiert, eines sich enthalten. Eine Stimme war ungültig.
Der Wahl vorausgegangen war eine sehr professionell vorbereitete Vorstellung des Mannes, der nun am 26. September für die CDU ins Rennen um den Landrats-Stuhl geht. Während im Hintergrund Statements von CDU-Politikern aus dem Kreis Coesfeld zu Pünings Person und viele Fotos aus seinem privaten und öffentlichen Leben über eine Leinwand flimmerten, wurden vorn Menschen, die beruflich, privat oder politisch mit ihm zu tun haben, von den stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Anni Willms (Lüdinghausen) und Josef Gochermann (Dülmen) interviewt. Ich bin sein größter Fan und finde es toll, äußerte sich als erste Pünings Ehefrau Angelika zu seiner Kandidatur. Sein erwachsener Sohn Stefan beschrieb ihn als sehr ruhigen und sachlichen Zuhörer: Wenn ich mal aufgeregt war, hat er es immer geschafft, mich wieder runterzuholen.

Mit Bernd Gockel und Franz-Josef Tintrup kamen in der Talkrunde auch zwei enge Freunde Pünings, die den Altherren-Fußballer und Tennis-Crack als absoluten Mannschaftstyp beschrieben. Tintrup: Er kann sich fürchterlich ärgern, wenn er die dicksten Dinger verstolpert.

Die berufliche Seite Pünings, der beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Leiter der Abteilung Soziales, Pflege und Rehabilitation 350 Mitarbeiter führt, beleuchtete sein Chef, erster Landesrat und Kämmerer Dr. Hans-Ulrich Predeick. Nach den Schilderungen der vielen sportlichen Aktivitäten Pünings, so Predeick, wisse er nun auch, warum er in den Verhandlungen mit mir immer eine so gute Kondition hat. Er wird es schaffen und er wird es super machen, blickte Predeick in die Zukunft, etwas allerdings auch mit gemischten Gefühlen. Denn wenn Püning einmal Landrat und Mitglied der Landschaftsversammlung sei dann läuft es umgekehrt er kontrolliert mich.

Zum Politiker Püning wurden drei befragt, die es wissen müssen: stellvertretende Landrätin Anne Dabbelt (Ascheberg), CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christoph Schlütermann (Lüdinghausen) und der frühere Landrat Karl-Heinz Göller. Als fleißig und eifrig beschrieb ihn Göller. Zielstrebig in der Sache, verbindlich im Ton und fair im Umgang mit anderen, zählte er positive Eigenschaften Pünings auf. Dabbelt imponierte, dass Püning immer auch etwas für die Frauen in der Fraktion übrig gehabt habe: Die Arbeit von uns Frauen wird von ihm geschätzt. Schlütermann lobte seinen ausgeprägten Bürgersinn. Er sei sich auch nie zu schade, selbst mit anzupacken, selbst wenn es ums Plakatieren geht.

Montag, 05. April 2004 | Quelle: Kreisredaktion AZ, DZ, WN (Kreis Coesfeld)