Kreis Coesfeld. Nicht Gutes schwant dem Düsseldorfer Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier, wenn er die Ankündigungen von Umweltministerin Höhn zur Nutztierhaltung liest. So hat die grüne Umweltministerin angekündigt, die Schweinehaltung im Bund nach dem Vorbild des NRW-Schweineerlasses zu verändern. "Wer weiß, wie unsinnig und unpraktikabel dieser Erlass ist, der kann nur hoffen, dass Ministerin Höhn sich mit ihren Vorstellungen auf Bundesebene nicht durchsetzen kann", so Jostmeier.
Zwar sei es zu begrüßen, wann immer es gelte Standards zu erhöhen. Doch habe sich gerade in NRW gezeigt, dass dies stets einseitig geschehe und die Landwirte somit beständig größeren Wettbewerbsnachteilen ausgesetzt seien. Im Übrigen, so betonte der Abgeordnete, habe sich die gute fachliche Praxis bei der Nutztier- und Schweinehaltung bewährt. Es gehe nicht an, den Bauern ständig vorzuwerfen, Tierschutzaspekte nur nachrangig zu beachten. Schließlich wüssten diese Praktiker am besten, wie mit den Tieren umzugehen sei. Von der studierten Mathematikern Höhn könne man dies beim besten Willen nicht sagen. Jostmeier wies auf die besondere Bedeutung der Schweinewirtschaft auch im Kreis Coesfeld hin. So gebe es im Kreis ca. 650.000 Schweinemastplätze, was einer jährlichen ´Erzeugung´ von 1,5 Mio. Schweinen im Jahr gleichkomme. Der Verkauf der Schweine bringe den Landwirten somit ca. fast 200 Mio. Euro im Jahr ein. Rechne man noch die Umsätze durch die Verarbeitung des Schweinefleisches und sonstiges dazu, so komme man auf einen Umsatz von ca. 700 Mio. Euro im Jahr.