CDA besuchte das Bauprojekt „Neubau der Kanalbrücke-Lippe am Dortmund - Ems-Kanal zwischen Olfen und Datteln. Im Rahmen der CDA Sommeraktion „ Vorfahrt für Arbeit und Wachstum“ informierten sich auch Willi Zylajew MdB, Mitglied im CDA Bundesvorstand, CDU- Bundestagskandidat Karl Schiewerling und Anni Willms vom CDA Landesvorstand über die Situation im Kreis Coesfeld. Nach der Besichtigung der Baustelle und den Erklärungen durch Dipl. Ing. Hubertus Brauckmann (l.i.Bild)und dem Leiter des Baubüros Günther Kienle (r. im Bild) vom Wasserstraßen – Neubauamt in Datteln, hatten die Christdemokraten die Gelegenheit, Detailfragen mit den Fachleuten zu besprechen. Im Rahmen der Erweiterung des Dortmund – Ems- Kanals müssen auch viele Brückenbauwerke neu erstellt werden. Dies geschieht in mehreren Abschnitten. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2008 fertig gestellt werden.
Mitglieder des CDA Kreisverbandes informierten sich gemeinsam mit CDA Bundesvorstandsmitglied Willi Zylajew MdB und CDU – Bundestagskandidat Karl Schiewerling über das Projekt Neubau der Kanalbrücke-Lippe am Dortmund-Ems-Kanal zwischen Olfen und DattelnIn der anschließenden Diskussion wurde die Frage nach den Auswirkungen des Ausbaus des Bundesverkehrswegeplanes für Arbeit und Wachstum in unserer Region gestellt. Für die CDA des Kreises begrüße Kreisvorsitzender Roland Hericks, dass durch diese Maßnahmen, die auch mit Mitteln des Bundes und der Europäischen Union gefördert werden, in unserer Region Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Bundestagsabgeordneter Willi Zylajew, machte deutlich, dass die CDU/CSU- Fraktion den Ausbau der Wasserstraßen sehr begrüßt. „ Die Schiffe transportieren große Mengen an Material in kurzer Zeit mit wenig Energie und entlasten die anderen Transportwege!“ Zweifel habe er allerdings immer dann, wenn eine Behörde selbst die Standards festlege und überprüfe nach denen dann die Bauwerke erstellt würden. Angesichts der dramatischen Haushaltslage müsse alles auf den Prüfstand. Nur dort wo Qualität und Preis stimmen, können Strukturen und Vergabepraxis bleiben, ansonsten könne auch die CDA sich nicht gegen Privatisierung stellen, so der Abgeordnete.
Hubertus Brauckmann vom Wasserstraßen- Neubauamt machte deutlich, dass gerade bei diesen großen Projekten Spezialwissen erforderlich sei. Die Nutzungsdauer einer Brücke betrage ca. 80 Jahre. Bei einer Privatisierung sei es fraglich, ob dann noch ein Verantwortlicher gefunden werden könne, der die Haftung übernehme. Im übrigen sei es keineswegs so, dass ein Bauprojekt über eine Behörde realisiert, teurer sein müsse. In seinem Verantwortungsbereich könne er auf Vorgesetzte verweisen, die in eine Nachkalkulation prüfen, ob sich Qualität und Preis mit Ergebnissen aus der Wirtschaft „sehen lassen“ könnten.
CDU- Bundestagskandidat Karl Schiewerling machte deutlich, dass er solche Termine vor Ort und die Gespräche mit den Fachleuten für wichtig erachtet. „ Ich habe viel Neues dazu gelernt. Das benötigte spezialisierte technisches Wissen und Können verbunden mit der langen Nutzung und Haftung sind wichtige Argumente. Preis und Leistung müssen sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Privatisieren wenn nötig, aber immer darauf achten, die Zukunft nicht aus dem Auge zu verlieren und im Vorfeld die Notbremse ziehen, bevor soziale Schieflagen entstehen “ und brachte damit das Ergebnis der Diskussion auf den Punkt.