Coesfeld. „ Die Zukunft junger Menschen wird auch davon abhängen, ob es gelingt, sie in dem sensiblen Bereich von Sexualität und Partnerschaft durch Information und Beratung positiv zu begleiten. Die CDU wird die präventive Arbeit der Beratungsstellen in dem Um¬fang, wie sie tatsächlich erbracht wird, auch fördern “ fasste Kreistagsfraktionsvorsitzender Konrad Püning das Ergebnis der Fraktionsberatungen im evangelischen Gemeindehaus in Coesfeld zusammen.
Zuvor informierten sich die Christdemokraten dort über die Arbeit der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität und über das umfangreiche Angebot der Diako¬nie für ratsuchende Menschen.
Michal Groß, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Steinfurt- Coesfeld – Borken betonte, dass neben der Diakonie – Zentrale in Coesfeld auch die Sprechstunden vor Ort wichtig seien, um die Präsenz für die Menschen im Kreisgebiet sicher zu stellen. In der Diakonie – Zentrale in Coesfeld arbeiten insgesamt sechs, in Dülmen vier und in Lüdinghausen zwei Fachkräfte.

Die Angebotspalette reiche von der allgemeinen Sozialberatung, der ambulanten Jugendhilfe, der Schwangerschafts – Konfliktberatung bis zur Schuldner -und Insolvenzberatung. Seine Bitte an die Politik sei „durch langfristige finanzielle Planung den MitarbeiterInnen und der Diakonie Planungssicherheit zu geben“. Zeitverträge und die damit verbundene Angst des Arbeitsplatzverlustes seien nicht besonders motivierend und könnten möglicherweise auch die Beratungsqualität beeinflussen. Er informierte die Anwesenden über das Aussiedlerprojekt „Fit für den Alltag“, das eine große Integrationsleistung biete. Die dauerhafte Weiterführung auf Dauer sei allerdings unsicher.
Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität Anita Wienholt und Anne – Lore Pirch informierten über die Inhalte ihrer Arbeit. Diese umfasse weit mehr als nur die Schwangerschaftskonfliktberatung. Die Anbindung an die Kirchengemeinde ermögliche oft schnelle Hilfen zur Entlastung und Unterstützung der Familien z. B. durch Angebote für Kinder und Jugendliche. Ein besonderer Vorteil für die Hilfesuchenden sei es, dass in der Diakonie – Zentrale auf dem sprichwörtlich kurzen Weg eine schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit mit den anderen Beratungsstellen möglich sei. Diese ergänzenden Hilfen seien oft ausschlaggebend bei der Entscheidung für das ungeborene Kind und wichtige Bausteine im Prozess der Problembewältigung.
Über Bedeutung und Inhalte präventiver Informations – und Beratungsarbeit informierte Sexualpädagogin Anita Wienholt. Durch die gute Zusammenarbeit mit den anderen Beratungsstellen des Kreises könne kreisweit präventive Arbeit vor Ort geleistet werden. Das dafür auch der finanzielle Rahmen geschaffen werde garantierten die Christdemokraten. „Wir werden der entsprechenden Verwaltungsvorlage zustimmen und wo es möglich ist die Diakonie auch weiterhin in ihrer vielfältigen Arbeit unterstützen“ versicherte CDU- Landratskandidat Konrad Püning und bedankte sich für einen gelungenen Informations - und Gedankenaustausch.