Beeindruckt waren die Vertreter der CDU- Kreistagsfraktion und CDA- Kreisvorsitzender Roland Hericks über das differenzierte und umfangreiche Angebot des Havixbecker Modells.
Über die Arbeit und Zukunftsperspektiven des Havixbecker Modells sprachen in den Werkstätten in der Erlenstraße in Coesfeld. v.l. n.r. G. Züger, R. Hericks, A. Willms, A. Dabbelt, L. Dinkler, I. Schmidt, und H. RotersMit einer individuellen schülerorientierten Berufsvorbereitung in Zusammenarbeit mit Schulen und Betrieben, Bewerbertrainings, sowie Hilfe bei der Stellensuche ist das Havixbecker Modell längst seinen „Kinderschuhen“ entwachsen. Vor 25 Jahren von Pfarrer Schmidt in Havixbeck gegründet, um Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen durch gezielte pädagogische Maßnahmen zu helfen und seit dieser Zeit als „Türöffner“ in den verschiedenen Ausbildungsbetrieben aktiv, präsentiert sich das Havixbecker Modell heute inzwischen kreisweit als ortsnaher Anbieter mit einem kontinuierlich weiterentwickelten qualifiziertem Angebot. Die Umsetzung von Hartz IV durch das Zentrum für Arbeit des Kreises Coesfeld in Zusammenarbeit mit den Kommunen wurde von allen Gesprächsteilnehmern als sehr positiv bewertet. „Hier kommt das über Jahre gewachsene Netzwerk zwischen Trägern der beruflichen Integration, den Betrieben, Schulen, der heimischen Wirtschaft und der kommunalen Familie zum Tragen!“ fasste stellvertretende Landrätin Anne Dabbelt zusammen.
Sorge hingegen bereite, so der 1. Vorsitzende Hermann Roters, die Vergabepraxis bei der Agentur für Arbeit. In Düsseldorf – fernab von der heimischen Wirtschaft ohne Kenntnis der örtlich gewachsenen und bewährten Strukturen – würden Berufsvorbereitungs – und Qualifizierungsmaßnahmen zu Dumpingpreisen an Großanbieter vergeben. . „Wir haben die Befürchtung, dass bei der Vergabe nur noch auf den Preis geachtet und die Qualität der Angebote unwichtig wird. Einen Dumpingpreis kann jedoch nur der anbieten, der seine Fachkräfte mit Dumpinglöhnen bezahlt,“ brachte Jochen Schwenken vom Leitungsteam die Sorgen auf den Punkt.
„ Eine Arbeitsplatzgarantie kann auch ich Ihnen nicht geben, aber ich kann Ihnen versichern, dass die CDU die gewachsenen Strukturen und die damit verbundene Trägervielfalt erhalten will. Dabei müssen Qualität und Preis natürlich stimmen!“ machte Ludger Dinkler die Position der CDU-Kreistagsfraktion deutlich.
CDA- Vorsitzender Roland Hericks stellte die Frage, ob die Vorbereitung auf das Berufsleben nicht stärker „vorverlegt“ und in die Schulzeit integriert werden könne, um entsprechende Motivationspotentiale bei den Jugendlichen gerade in der Schlussphase ihrer Schulzeit nutzen zu können.. Das Mitarbeiterteam des Havixbecker Modells geht ebenfalls davon aus, dass es in jedem Jahr immer wieder Jugendliche gibt, die am Ende der Schulausbildung noch nicht „berufsfähig“ sind. „Berufsvorbereitung ist für viele junge Menschen eine unentbehrliche Hilfe und von daher eine Regelaufgabe“ so Jochen Schwenken vom Havixbecker Modell. Die Träger für berufliche Integration schlagen deshalb vor, jeweils über den Zeitraum eines Jahres hinaus entsprechende Projekte zu bewilligen. „Dies gibt den Mitarbeiterteams verlässliche Perspektiven und diese Planungssicherheit ist ein wichtiger Motivationsfaktor. Außerdem sind personelle und fachliche Kontinuität auch ein Garant für hohe Qualität.“ ergänzte Hermann Roters. Darüber hinaus helfe es, unnötige Kosten zu vermeiden, so z.B. könnten kostengünstiger befristet Räume angemietet und technisches Kow- how besorgt werden, so der Vorsitzende „Wir werden die Vorschläge in der CDU näher beraten und auf ihre Umsetzung überprüfen.“ sicherte Anni Willms, stellvertretende CDU- Kreisvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der CDU- Kreistagsfraktion, den Vertretern des Havixbecker Modells zu.