Bittner – Hirt, Einrichtungsleiterin des Marienheims Olfen, informierte die Mitglieder des Arbeitskreises Zukunft der Pflege des CDU- Kreisverbandes Coesfeld über das Konzept des Hauses für Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen. Verstärkung erhielt der Arbeitskreis von Rats und Kreistagmitglied Norbert Stork gen. Heinrichsbauer, den Vorsitzenden der CDU- Seniorenunion Olfen Gerhard Sanders und dem Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. Prof. Dr. Bruno Voß ( Nottuln).

„ Wir geben 48 Männern und Frauen im Alter von 40 bis 92 Jahren hier im Marienheim und in einer Außenwohngruppe ein Zuhause! Für unsere Bewohner ist eine klare Strukturierung wichtig. Aus diesem Grunde gibt es verschiedene Wohngruppen mit je einem Wohnzimmer und Küche. Im Rahmen von Arbeit und Beschäftigung erledigen die Bewohner in diesem Bereich unterschiedliche Aufgaben.“ führte die Heimleitung aus. Ihren eigenen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, stärke das Selbstwertgefühl der hier lebenden Menschen. Aus diesem Grunde komme auch der Beschäftigungstherapie, die in den Kellerräumen des Hauses stattfindet, eine große Bedeutung zu. „ Wir sind froh über jeden Auftrag, den wir erhalten von Schrauben und Dübel zusammenfügen, über Prospekte sortieren und Luftballons eintüten, “ führte Bittner – Hirt aus. Walburga Frie ( Nottuln) machte die Anregung, auch mit den Vertretern der heimischen Landwirtschaft zu sprechen, um hier neue Aufgabenfelder für die Bewohner zu erschließen.
Das Mitarbeiterteam des Marienheims wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt. „Der Austausch mit der Bürgerschaft ist uns sehr wichtig“, so Bittner- Hirt. Durch verstärkte Information soll die Integration in die Gemeinde noch weiter ausgebaut werden. Bei immer knapper werdenden Finanzen gewinnt die ehrenamtliche Hilfe zunehmend an Bedeutung und garantiert Betreuungs und Pflegequalität.
Besonders wichtig sei dem Team auch die Unterstützung der Angehörigen durch fachgerechte Beratung. Diese findet an jedem Donnerstag in der Zeit von 15.30 bis 16.30 Uhr für ältere Menschen, Angehörige, Betreuer und Interessierte im Rahmen der Gerontopsychiatrischen Fachberatung im Marienheim statt. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Auskunft über Hilfen im Kreis Coesfeld für Menschen mit psychischen Problemen gibt der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. ( Tel: 02507/ 981-770), ergänzte Prof. Dr. Bruno Voß.
Die Ergebnisse der anschließenden Diskussion fasste Anni Willms zusammen: „ Arbeit ist mehr als nur Broterwerb und ist für die Identität und das Selbstwertgefühl der Menschen sehr wichtig. Die Beschäftigungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung psychisch kranker und behinderter Menschen. Die Wünsche nach einer Verbesserung der Raumsituation für die Beschäftigungstherapie nehmen wir mit in unsere Gremien auf Orts- und Kreisebene. Vielleicht gelingt es Lösungen zu finden!“