CDU Kreisverband Coesfeld

Starker Rückgang von Bildungsmaßnahmen

Kreis Coesfeld. Die Kreishandwerkerschaft Coesfeld hat als einer der größten Bildungsträger im Kreis einen existenzbedrohenden Rückgang der beruflichen Bildungsmaßnahmen um über 50 Prozent zu beklagen. Das erklärten die Vertreter der Kreishandwerkerschaft bei einem Besuch von CDU-Landratskandidaten Konrad Püning und CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier. Zudem seien bereits im Ausbildungsjahr 2003/4 die berufsvorbereitenden Maßnahmen von der Landesregierung aus Kostengründen in die Berufskollegs verlagert worden. Außerbetriebliche Maßnahmen wie das Benachteiligten-Programm würden nicht mehr aufgelegt.
Konrad Püning und Werner JostmeierKonrad Püning und Werner Jostmeier
Die Handwerksvertreter beklagten sich außerdem über die oftmals nicht nachzuvollziehenden neuen Ausschreibungsverfahren der Bundesagentur für Arbeit.

Kreishandwerksmeister Josef Holtermann äußerte sich zuversichtlich zu den neuen Lehrlingszahlen. Er sei sich sicher, dass die Zahl der Vorjahresausbildungsplätze in diesem Jahr zumindest erreicht werde. Das Handwerk betrachte aber mit Sorge die Einrichtung von immer wieder neuen Sonderausbildungsgängen in den Berufskollegs, die so manchen potenziellen Lehrstellenbewerber veranlassten, weiterhin die Schulbank zu drücken, heißt es in der Mitteilung der Kreishandwerkerschaft weiter. Die Aussichten für diesen Personenkreis auf eine spätere Beschäftigung entsprechend der vollschulischen Ausbildung seien eher schlecht.

Die Kooperationsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Hartz IV zwischen dem Kreis Coesfeld und der Kreishandwerkerschaft Coesfeld wurden ausgelotet. Vorstand und Geschäftsführung stellten eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Coesfeld heraus. Ebenso gute Kontakte mit dem Kreistag sollen angestrebt werden. Püning und Jostmeier zeigten Verständnis für die Probleme des Handwerks und regten an, zukünftig in einen regelmäßigen Dialog einzutreten.


12. August 2004 | Quelle: Kreisredaktion AZ, DZ, WN