CDU will echte Ganztagsschule Als „völlig überzogen und wirklichkeitsfern“ hat der CDU-Kreisvorsitzende Werner Jostmeier MdL jetzt die „Jubelmeldung“ des SPD-Unterbezirksvorsitzenden, die Schulpolitik des Landes sei „fortschrittlich und richtungsweisend“, bezeichnet. „Wie in fast allen Politikbereichen, redet Rot-Grün die Situation schön und versucht dabei der CDU-Opposition den 'Schwarzen Peter' zuzuschieben“, erklärt Jostmeier. Doch nach 38 Jahren in der Regierungsverantwortung werde es der SPD nicht mehr gelingen, die Verantwortung für eine verfehlte Politik abzuschieben. Insbesondere in der Bildungspolitik habe die rot-grüne Landesregierung schon zu vielen Schülergenerationen die Zukunft versperrt und lasse keine Perspektiven für eine bessere Politik erkennen, ergänzt der stellv. CDU-Kreisvorsitzende Henrik Bröckelmann. "Die CDU hat klare Konzepte für die Bildungspolitik. Denn für die CDU hat Bildung und Ausbildung höchste Priorität."
Bei der Ganztagsschule stünden für die CDU zwei Ziele im Mittelpunkt: Erstens die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zweitens müsse die Einführung der Ganztagsschule eine Antwort auf die Pisa-Studie sein, so Bröckelmann. Die CDU lehne die von Rot-Grün eingeführte so genannte "Offenen Ganztagsschule" ab, da diese lediglich eine Betreuungseinrichtung sei. Bildungs- und Erziehungsdefizite würden aber nicht aufgearbeitet. „Gerade mal acht Lehrerstellen für 235 Grundschulen hat Rot-Grün eingeplant. Die "Offene Ganztagsschule" ist eine Schule ohne Lehrer. Wir wollen eine echte Ganztagsschule!“, ergänzt Jostmeier. Eine weitere unerledigte Baustelle rot-grüner Bildungspolitik sei die flächendeckende Einführung der flexiblen Schuleingangsphase. Gegen die Meinung nahezu aller Experten und ohne die Betroffenen mit ins Boot zu nehmen, versuche die Landesregierung die flexible Schuleingangsphase im Hauruck-Verfahren und ohne ausreichende personelle und sachliche Ressourcen einzuführen, so die beiden CDU-Politiker. "Die flexible Eingangsstufe müsse daher ausgesetzt werden!", fordern sie. Unter den jetzigen Bedingungen mit viel zu großen Klassen sei eine individuelle Förderung nicht möglich. Daher sollten die Schulkindergärten, die eine hervorragende Arbeit leisten würden, erhalten bleiben. Schließlich müsse Schluss sein mit dem massenhaften Unterrichtsausfall in NRW. „Nordrhein-westfälische Schüler bekommen zwei Jahre weniger Unterricht als Schüler in anderen Bundesländern“, sagt Bröckelmann. Weniger Unterricht bedeute weniger Chancen. Das hätten alle empirischen Studien wie PISA und TIMMS ergeben. Daher müsse der Unterricht endlich wieder sichergestellt und verlässlich werden. "Dass die nordrhein-westfälische Politik ganz offensichtlich nicht nur in der Schulpolitik völlig perspektivlos und wenig 'richtungsweisend' ist, zeigt ja z.B. auch das aktuelle Bundesländer-Ranking der 'Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft' und der 'Wirtschaftswoche', bei dem auch die Bildungspolitik der Bundesländer berücksichtigt wurde und bei dem Nordrhein-Westfalen bei der wirtschaftlichen Dynamik weit abgeschlagen auf Rang 12 liegt", ergänzen die beiden CDU-Politiker. Die SPD solle daher endlich aufhören, die Verantwortung für eine verfehlte Politik auf andere abzuschieben, sondern ihre Regierungsverantwortung endlich wahrnehmen, heißt es abschließend.