-CDU Kreistagsfraktion tagt im Technologiezentrum der Kreishandwerkerschaft Coesfeld-
v.l.n.r. : Stellv. Handwerksmeister N. Hoffmann, sozialpolitische Sprecherin A. Willms, CDU- Fraktionsvorsitzender L. Dinkler, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dr. M. Oelck, Landrat K. Püning und Handwerksmeister J. HoltermannCoesfeld.„Wir brauchen weniger Bürokratie, mehr Unternehmensgründungen und müssen den Menschen wieder als wichtigstes Kapital in Zeiten der Globalisierung und zunehmenden Wettbewerbs fördern. Ausbildung, Weiterbildung und Integration in die Arbeitswelt bleiben wichtige Ziele unserer Politik!“ fasste CDU- Fraktionsvorsitzender Ludger Dinkler das Ergebnis der Beratungen der CDU- Fraktion mit den Handwerksmeistern Josef Holtermann, Norbert Hoffmann, Kreislehrlingswart Ferdinand Limberg und dem Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Oelck zusammen.
Dieser informierte über das umfangreiche Aufgabenspektrum für Bildung und berufliche Integration. „Unser Ziel ist es durch qualifizierte Angebote, zielgerichtet und effektiv die Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Unsere Handwerksbetriebe brauchen motivierte Menschen, mit einer guten Arbeitshaltung und guter fachlicher Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung, um im Wettbewerb bestehen zu können.“
Umso bedauernswerter sei es, wenn in Düsseldorf gerade bei der Agentur für Arbeit bundesweit agierende Billiganbieter Aufträge für die heimische Region erhielten. Mit Dumpingpreisen ist ein ruinöser Wettbewerb eingetreten. Die zentralistische Vergabepraxis führe nun zu direkter Arbeitslosigkeit von bis zu 25 langjährig tätigen und erfahrenen Pädagogen in der Region Coesfeld und Borken. Dies gehe zu Lasten der Qualität und bedeutet das Aus für heimische Maßnahmenträger“, so Dr. Oelck. Zudem würde das Arbeitgeber-Netzwerk der Handwerker so nicht effektiv genutzt. „Die Reduzierung der Maßnahmen auf bildungspolitische Maßnahmen durch überregionale Träger sei genau das, was den Arbeitslosen eben nicht alleine helfe“, führte Geschäftsführer Jürgen Paulini weiter aus. Die detaillierte Kenntnis der regionalen Angebots- und Nachfragestrukturen und die Kontakte einer Arbeitgeberorganisation seien ebenso wichtig bei der ganzheitlichen Dienstleistung. „Die Trägervielfalt muss erhalten und vorhandene und bewährte regionale Strukturen dürfen nicht zerschlagen werden“ stellte Dr. Oelck die zentrale Forderung an alle Politiker auf. „Darüber besteht auch Einvernehmen in der Arbeitsmarktkonferenz des Kreises, die alle Hartz IV Maßnahmen zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen einvernehmlich in die Region vergeben hat“, führte Anni Willms die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion aus. Sorge bereiten ca. 1300 Jugendliche und junge Erwachsene von unter 25 Jahren, die noch keinen Arbeitsplatz auf dem ersten Ausbildungsmarkt haben und die nach Gesetzeslage in eine Arbeit oder ein Arbeitsgelegenheit (Plus – Job) zu vermitteln sind. Die CDU Fraktion begrüßt, dass der Kreis Coesfeld für diesen Personenkreis entsprechende Maßnahmen vereinbart hat. Ein weiterer wichtiger Baustein sei auch das Landesprogramm „JobPlus“ in dem aus Mitteln des europäischen Sozialfonds kombinierte Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen angeboten werden, so Willms.
Beeindruckt waren die Kreistagsabgeordneten von der technischen Ausstattung und manch einer der Anwesenden musste seine Vorstellung von der Handwerkertätigkeit revidieren. „Ein guter Handwerker ist auch immer Hand – und Kopfarbeiter“ brachte es der technische Leiter Klemens Nolte auf den Punkt.