Kreis Coesfeld. . „Welche Rahmenbedingungen helfen, Pflegbedürftigkeit hinaus zu zögern oder sogar zu verhindern?“ Zu dieser Fragestellung trafen sich Mitglieder des CDU Arbeitkreises Zukunft der Pflege und der Vorsitzende der CDU- Kreistagsfraktion Ludger Dinkler mit Josef Messing, dem sozialpolitischen Sprecher der CDU, im Gesundheitshaus in Münster.
Josef Messing erläuterte die zukünftige Entwicklung der Altenhilfe. „Der demographische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Wir können die Zunahme der Pflegebedürftigkeit nicht mit immer neuen stationären Pflegeeinrichtungen aufbauen. In der ZuJosef Messing erläuterte die zukünftige Entwicklung der Altenhilfe. „Der demographische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Wir können die Zunahme der Pflegebedürftigkeit nicht mit immer neuen stationären Pflegeeinrichtungen aufbauen. In der Zukunft steht Prävention an erster Stelle, und wir brauchen neue Wohnformen für alte Menschen,“ so Messing, der auch seniorenpolitischer Sprecher der CDU Fraktion im Rat der Stadt Münster ist. Er stellte in diesem Zusammenhang neue Hausgemeinschaftsprojekte in Münster vor. Die ambulant betriebenen Wohngemeinschaften der Villa Hittorf und Villa Mauritz arbeiten seit vielen Jahren bereits erfolgreich. Zwei neue Hausgemeinschaften der Caritas- Betriebsführungs– und Trägergesellschaft Münster mbH (CBT) für jeweils 12 Senioren in Nienberge befinden sich im Bau.
In der Initiative „Die Bremer Stadtmusikanten“ haben sich Bürgerinnen und Bürger „ab 50 Jahren plus“ zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Architekten, der städtischen Wohn- und Stadtbau GmbH und mit Unterstützung durch die Politik ein Projekt entstehen zu lassen, das gemeinsames Altern in Gemeinschaft ermöglicht, der eigenen Persönlichkeit für ein selbst bestimmtes Leben genügend Raum lässt und dennoch dem Bedürfnis nach Sicherheit Rechnung trägt.
Dieses Projekt fand das besondere Interesse der Christdemokraten aus dem Kreis Coesfeld. Präventive Maßnahmen wie zum Beispiel Wohnraumberatung, Hilfen bei Umzügen in seniorengerechte Wohnungen und neue Wohn- und Lebensformen mit Unterstützung ambulanter Dienste würden in Münster mehr und mehr nachgefragt. Dies entspräche auch mehr den Wünschen der Bevölkerung führte Maria Busemann- Holters, Dozentin in der Altenpflege aus. So sei nach einer Umfrage des Allensbach Meinungsforschungsinstitutes die Angst der Menschen vor Pflegebedürftigkeit und Unterbringung in eine stationäre Altenpflegeeinrichtung noch größer als die Angst vor Arbeitslosigkeit. Über 75 Prozent der älteren Menschen wollten gerne in ihrer gewohnten Umgebung so lange wie möglich selbst bestimmt leben.
Anni Willms informierte in diesem Zusammenhang über die Ergebnisse der Beratungen in der Pflegekonferenz des Kreises. Auf Vorschlag der Verwaltung werden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet. Diese sollen dann Vorschläge erarbeiten, die sowohl die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Menschen und deren Angehörigen berücksichtigen und die konsequente Umsetzung der Forderung „ambulant vor stationär“ auch durch neue Wege ermöglichen soll. „Wir brauchen in diesem Bereich weniger Vorschriften und weniger Gesetze aber eine wirksame Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen für Eigeninitiative! Der Weg über Arbeitsgruppen biete für den Kreis Coesfeld die Chance einer Ideenbörse!“ waren sich alle Anwesenden einig.