CDU Kreisverband Coesfeld

Passgenaue Massnahmen für Arbeitslose - CDU-Kreistagsfraktion informierte sich beim Kolping-Bildungswerk über berufliche Integrationsprojekte

Kreis Coesfeld. Über berufliche Integrationsprojekte des Kolping- Bildungswerkes informierte sich die CDU-Kreistagsfraktion. Anlass des Gespräches war die Entscheidung in der Arbeitsmarktkonferenz des Kreises zur Umsetzung des Sozialgesetzbuches (SGB II). Diese hatte einstimmig Gruppenmaßnahmen zur beruflichen Eingliederung ausgewählt. Einer der Träger ist das Kolping – Bildungswerk in Coesfeld.
Informierten sich über berufliche Integrationsmaßnahmen beim Kolping- Bildungswerk in Coesfeld: Hinten links Geschäftsführer Alfons Rave, Bildungsreferent Josef Vortmann, Ulrich Lammers, Ludger Dinkler, Anni Willms, Günter David und Dr. Bruno VoßInformierten sich über berufliche Integrationsmaßnahmen beim Kolping- Bildungswerk in Coesfeld: Hinten links Geschäftsführer Alfons Rave, Bildungsreferent Josef Vortmann, Ulrich Lammers, Ludger Dinkler, Anni Willms, Günter David und Dr. Bruno Voß
Auf die Geschichte Kolpings ging Geschäftsführer Alfons Rave ein. „Berufliche Bildung ist bei Kolpingwerk nicht erst Thema, seit dem Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen öffentlich gefördert werden. Schon bei der Gründung des Gesellenvereins durch Adolph Kolping (1813-1865) war es das Ziel, „den jungen Menschen für den Beruf und die Familie ‚tüchtig’ zu machen, um so die Gesellschaft durch verantwortungsbewusste Menschen positiv zu verändern.“

In den Ausführungen von Josef Vortmann, Referent für berufliche Bildung beim Kolping–Bildungswerk wurde deutlich, dass die „alten Tugenden“ aktueller denn je sind. Begriffe wie Fördern und Fordern oder Rechte und Pflichten sind die Grundpfeiler unserer Arbeit, so der Referent. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Betrieben im ersten Arbeitsmarkt und die Kooperation mit Weiterbildungs- und Werkstattträgern wie A&QUA und Martinistift in Nottuln sowie der Holzwerkstatt in Dülmen ermöglichen es, für arbeitslose Menschen passgenaue Maßnahmen anzubieten. Dabei ist das „praktische Arbeiten“ in den Betrieben eine gute Möglichkeit, eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln, zu erproben und unter Beweis zu stellen. Oft tritt dann der „Klebeeffekt“ ein und der Jugendliche erhält in dem Betrieb eine feste Anstellung. Für die eigene Arbeit sind „Erfahrung, gegenseitiges Vertrauen und gewachsene Strukturen die Türöffner“, so Vortmann.

Seit 1999 führt das Kolping – Bildungswerk in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Coesfeld und dem Sozialamt des Kreises verschiedene berufliche Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für Jugendliche und Erwachsene durch.

CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Dinkler, selbst langjähriges Kolpingmitglied, nannte aus seinem Erfahrungsbereich positive Beispiele dieser kontinuierlichen Integrationsarbeit. Seit März dieses Jahres ist das Kolping– Bildungswerk als erster Anbieter bei der Umsetzung des SGB II mit der Maßnahme „FIT für den Berufsstart“ tätig. Die bisher gemachten Erfahrungen bewertet Vortmann als positiv. So seien im Zusammenhang mit diesem Projekt schon bereits fünf Arbeitsaufnahmen erfolgt.

Das Beratungsergebnis fasste die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion Anni Willms zusammen. „Die CDU will die Trägervielfalt bei den Anbietern. Dabei setzt sie vorrangig auf Träger mit Erfahrung, damit die Qualität der Maßnahmen gesichert und die Vermittlungschancen erhöht werden. Bei der Umsetzung des SGB II muss das Fördern und Fordern in Balance stehen.“