"Besorgniserregend" nannte der Dülmener Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Werner Jostmeier die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland und NRW.
"Jetzt endlich kommt es raus", so Jostmeier. "Die jahrelange Statistik-Trickserei findet allmählich ein Ende. Wir schreiben Arbeitslosenzahlen wie seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr". Allerdings müsse man selbst noch bei den jetzt vorgelegten Zahlen sehr vorsichtig sein. So zeigten selbst diese noch nicht das ganze Ausmaß des von Rot-Grün jahrelang in der Bilanz versteckten Desasters.
So fielen in der Statistik noch immer diejenigen weg, die Trainingsmaßnahmen absolvierten oder aufgrund ihres Alters nicht mehr vermittelt würden.
Besonders kritisch sehe es nach wie vor auf dem Ausbildungsmarkt für Jugendliche aus. So liege die Zahl der Bewerber um 6,3 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Das Lehrstellenangebot jedoch sei um 5,5 Prozent gesunken.
"Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass all die publikumswirksamen Initiativen und Maßnahmen von Bundes- und Landesregierung gescheitert sind. NRW ist als treibende Kraft Deutschlands, Deutschland ist als Wirtschaftslokomotive Europas, ist ein Totalausfall.
Durch die Subventionierung längst überholter Industrien wie der Steinkohle fehlt NRW Mittel für zukunftsweisende Investitionen. Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Freiräume. Wenn 70 Prozent der weltweiten Steuergesetzgebung auf Deutsch erscheint, so ist dies ein deutliches Zeichen. Wir verfügen in NRW über genug Potentiale und genug Arbeit. So haben allein die Kommunen mittlerweile eine Investitionsrückstau von 700 Mrd. Euro, davon alleine 7 Mrd. Euro im Schulbereich.
Lassen wir den Kräften im Rahmen unsere Sozialpartnerschaft freien Lauf", so Werner Jostmeier.