Der CDU-Bundestagsabgeordnete Werner Lensing, stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss, hat heute auf Einladung des Personalrates das Munitionshauptdepot in Olfen besucht, um sich über die Situation vor Ort zu informieren. Hauptthemen des Besuchs waren die Reform der Bundeswehr und deren Auswirkungen auf die Soldaten und zivilen Mitarbeiter. So konnte Werner Lensing erfahren, dass – nach inoffiziellen Angaben – angeblich ein Stellenabbau in Olfen bevorsteht, ohne dass weder die Führung des Depots noch der Personalrat über Reduzierungsabsichten konsultiert worden seien. Daher war es den betroffenen Mitarbeitern bisher nicht möglich, sich vorausschauend nach anderen Tätigkeiten im näheren Umfeld umzuschauen.
Sollte es tatsächlich zu diesem vorgesehenen Stellen- und Arbeitsplatzabbau kommen, hätte dies erhebliche Konsequenzen für die meisten Soldaten und zivilen Beschäftigten, weil infolge von Versetzungen und Umzügen erhebliche finanzielle und immaterielle Belastungen auf die Betroffenen zukämen. Hier ist auch die Fürsorgepflicht des Bundesverteidigungsministers gefragt. Daher sagte Werner Lensing den Mitarbeitern des Olfener Depots zu, sich bei Rudolf Scharping persönlich nach den aktuellen Absichten der Bundeswehrführung zu erkundigen, damit die Betroffenen möglichst bald die notwendige Planungssicherheit erhalten. "Ich halte diese Art der Entscheidungsfindung für unverantwortlich, weil sie zu Lasten der Soldaten als auch der zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht", so der Bundestagsabgeordnete.