Anlässlich der Ankündigung der Parlamentarischen Staatsekretärin, Frau Christa Nickels MdB, die Abgabe von Zigaretten und anderen Tabakprodukten an Jugendliche unter 16 Jahren noch vor der Bundestagswahl 2002 gesetzlich zu verbieten, erklärt der Sprecher der Interfraktionellen Nichtraucherschutzinitiative im Deutschen Bundestag, Werner Lensing: Der Sprecher der Nichtraucherschutzinitiative im Deutschen Bundestag und direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Coesfeld / Steinfurt I, Werner Lensing, begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die Abgabe von Zigaretten und anderen Tabakprodukten an Jugendliche unter 16 Jahren noch vor der Bundestagswahl 2002 gesetzlich zu verbieten.
Die Interfraktionelle Nichtraucherschutzinitiative im Deutschen Bundestag wird in Kürze einen Änderungsentwurf zum Jugendschutzgesetz vorlegen, der ein Abgabeverbot von Tabakwaren an Jugendliche vorsieht. "Daher begrüße ich die Ankündigung der Bundesregierung, die in die gleiche Richtung zielt", so der Abgeordnete. Aufgrund der eindeutigen Faktenlage muss der Gesetzgeber zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen einschreiten: Nach einer an der Universität Bielefeld erstellten Studie "Health Behaviour of School-Children" liegt das Einstiegsalter zum regelmäßigen Rauchen bei 12,5 Jahren. Rund 13 % der 13-jährigen rauchen regelmäßig. Bei den 15-jährigen ist es bereits mehr als ein Viertel. Der Nikotinkonsum deutscher Jugendlicher liegt im internationalen Ländervergleich an der Spitze. Angesichts eines erschreckenden gesundheitlichen Gefährdungspotentials des Rauchens müssen Kinder und Jugendliche davor bewahrt werden, mit dem Tabakkonsum zu einem Zeitpunkt anzufangen, zu dem sie noch nicht die süchtigmachende Wirkung von Nikotin verantwortungsvoll abschätzen können. Neben Maßnahmen im präventiven Bereich muss der Gesetzgeber daher die Abgabe von Tabakwaren in der Öffentlichkeit an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren verhindern. Die Vorschriften in § 9 des Jugendschutzgesetzes müssen deshalb um ein entsprechendes Abgabeverbot erweitert werden. "Damit würden Tabakwaren künftig den gleichen Beschränkungen unterliegen, wie sie für Alkoholika bereits seit langem gelten" so Werner Lensing.