Der CDU-Bundestagsabgeordnete Werner Lensing, stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss, hatte sich wegen der Zukunft des Munitionshauptdepots in Olfen persönlich an Verteidigungsminister Scharping gewandt, um hierdurch den noch erheblichen Klärungsbedarf hinsichtlich der Struktur des Depots zu beschleunigen. So soll die Olfener Bundeswehrdienststelle – unabhängig von den jüngst veröffentlichten Entscheidungen zum Standortkonzept der Bundeswehr – nicht mehr Hauptdepot bleiben, sondern zum Munitionsdepot heruntergestuft werden, was mit deutlichem Personalabbau verbunden ist.
In seiner Antwort nimmt Scharping ausführlich zu den Fragen und Anregungen von Werner Lensing, der das Depot Ende vergangenen Jahres besuchte, Stellung. Er räumt dabei ein, dass mehrere Zivilangestellte und Beamte von der Umstrukturierung der Depotstrukturen betroffen sind, garantiert diesen Mitarbeitern jedoch eine sozialverträgliche Unterbringung. Hierzu unterstützt der Minister die Anregung von Werner Lensing zu prüfen, ob und wie den Betroffenen ein Arbeitsplatzwechsel in den kommunalen öffentlichen Dienst ermöglicht werden kann. "Angesichts des Kahlschlages bei der Bundeswehr begrüße ich es, dass der Minister meinen Vorschlag aufnimmt, den Betroffenen unbürokratisch zu helfen", so Werner Lensing. "Dies könnte durch vorzeitige Freistellung, Sonderurlaub oder Bereitstellung von Geldmitteln für Umschulungsmaßnahmen geschehen."